Eine Ära geht zu Ende ….

 

… die Kleiderkammer der kfd schließt ihre Pforten

 

Nach 36 Jahren schließt die Kleiderkammer der kfd in Everswinkel ihre Pforten, nicht zuletzt in Anbetracht und wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie. In all den Jahren stellten sich Frauen ehrenamtlich in den Dienst dieser karitativen Tätigkeit. Anlass genug, allen denjenigen ein herzliches Dankeschön zu sagen, die ihre Ideen, ihre freie Zeit oder tatkräftige Hilfe für diese Arbeit eingebracht haben.

DANKE an das Leitungsteam der kfd Everswinkel und die Vorsitzende Maria Berg, die 1984 neue Wege gingen und den Impuls zur Gründung der Kleiderkammer gaben.

DANKE an die zunächst nur vier Frauen der ersten Stunde, Angela Bürger, Maria Stuppe, Irmgard Kemker und Sigrid Kiel, die voller Begeisterung den Gedanken aufgriffen und ab Februar 1985 in die Tat umsetzten.

DANKE an die politische Gemeinde Everswinkel als Schulträger, die von Anfang an die Kellerräume der Grundschule der kfd kostenfrei zur Verfügung stellte und damit die Realisierung des Projektes „Kleiderkammer“ überhaupt erst ermöglichte.

DANKE an die katholische Kirchengemeinde St. Magnus / St. Agatha, die beim notwendigen Umzug 1996 die Türen des Bischofshäuschens am Kirchplatz ebenfalls unentgeltlich zur Verfügung öffnete und eine Fortsetzung der Arbeit der Kleiderkammer möglich machte.

DANKE an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen, die sich im Laufe der Jahre in ihrer Freizeit in unzähligen Stunden für „ihre“ Kleiderkammer engagiert haben: Pauline Benter, Angela Bürger, Heidi Burghoff, Lore Gromke, Anni Hendker, Hanni Hobbeling, Mechthild Kemper, Irmgard Kemker, Irmgard Kuhlmann, Elisabeth Münstermann, Helga Niggl, Ulla Pellmann, Maria Rottwinkel, Inge Strelow und Maria Stuppe.

Danke an die bis in die jüngste Zeit – Ende Februar 2020 –  selbstlos aktiven Frauen, nämlich Leni Brüse, Anja Eckel, Elisabeth Herding, Irmgard Hütig, Agnes Kamphans, Sigrid Kiel, Waltraud Rabe, Leni Richert, Elisabeth Schlüter, Erika Stuppe, Karin Timmermann, Gertrud Welzel, Ida Witte und Beate Zilles.

DANKE für die viele Zeit und die Geduld beim Entgegennehmen, Prüfen und Sortieren der Kleiderspenden, wobei jedes Teil einzeln zu begutachten war.

DANKE für das Heraussuchen geeigneter Kleidungsstücke, für die Herausgabe der Teile an bedürftige Menschen und Familien, für die Geduld bei der Anprobe und das erneute Sortieren am Ende der Öffnungszeiten.

DANKE für die vielen großzügigen Spenden an religiöse und karitative Organisationen und Institutionen, die die Kleiderkammer mit dem Erlös aus dem Verkauf der gespendeten Garderobe erzielt hatte. Genannt seien hier exemplarisch soziale Dienste wie das Frauenhaus Warendorf, der Sozialdienst Katholischer Frauen Ahlen, die Hospizgruppe Everswinkel, die Aktion Kleiner Prinz Warendorf, Herzenswünsche Münster, Indienhilfe, Flüchtlingsinitiative, der Franziskanerorden Pater Dimon, die kfd Päckchenaktion, Ferienfreizeit KLJB oder der Fonds Familien in Not in Everswinkel. Darüber hinaus wurden zahlreiche Projekte zur Unterstützung von Menschen als Opfer von Naturkatastrophen unterstützt, z. B. die Hilfsorganisation Überflutung Elbegebiet Deutschland, Hilfstransporte der Malteser im Kreis Warendorf, die Opfer der Flutkatastrophe Südasien sowie die Erdbebenopfer in Haiti.

DANKE für die vielen kleinen, unscheinbaren Dinge, die Aufgaben „hinter den Kulissen“, die vielen Handreichungen, die niemand sieht, das Verständnis für die hilfesuchenden Menschen, die helfende Hand und das offene Ohr für die Fragen und Sorgen der Kunden der Kleiderkammer.

Last, but not least: DANKE an die unermüdliche Leiterin Sigrid Kiel, die mit Umsicht und Fingerspitzengefühl, mit Besonnenheit und Einfühlungsvermögen die Geschicke der Kleiderkammer organisierte und lenkte, die ein waches Auge auf alle Belange jeder einzelnen Kollegin hatte und dennoch das große Ganze im Blick behielt. Durch ihre kontinuierliche Tätigkeit über 36 Jahre lang wurde sie gewissermaßen das „Gesicht“ der Kleiderkammer Everswinkel.

Nun geht eine Ära zu Ende. Damit ist natürlich Wehmut verbunden. Aber schon im Sprichwort heißt es: In jedem Ende liegt ein neuer Anfang. Schauen wir mit Optimismus nach vorn und warten, was uns die Zukunft diesbezüglich bringen wird.